Citicen Science

Citizen Science, auch bekannt als Bürgerwissenschaft, ist eine Art der Wissenschaft, in der Freiwillige zu wissenschaftlichen Projekten beitragen. Das Ausmaß der Partizipation wird in Projekten unterschiedlich definiert. In verschiedenen ist sie auf die Datensammlung beschränkt, während Freiwillige andere Projekte sogar mitgestalten können.

Unser Citizen Science Projekt als Teil von NEXUS FUTURES ist am kollaborativen Ende des Spektrums angesiedelt. Es beschäftigt sich mit der partizipativen Gestaltung eines Citizen Science Projekts, das gemeinsam definierte Aspekte des Luxemburger Wassersystem erforscht. Mit dem Projekt, versuchen wir zum einen, Verbindungen herzustellen, z.B. zwischen menschlichen Aktivitäten, Umweltveränderungen und dem Status des Wassersystems. Zum anderen, versuchen wir lokale/ nationale Herausforderungen im Wassersystem aufzuzeigen und zu einem nachhaltigeren Umgang mit Wasser beizutragen.

Im Sinne der partizipativen Gestaltung des Projekts, wollen wir mit verschiedenen Gruppen zusammenarbeiten, sei es sei es lokale oder nationale Organisationen, Netzwerke, Vereine, Gemeinden oder andere, die an wasser-relevanten Themen interessiert sind. Diese würden in die partizipative Gestaltung, den sogenannten Co-Design-Prozess, eingebunden werden und könnten das Was, Wie und Wozu des Projekts mitdefinieren.

Teil des Projekts ist die Entwicklung eines Citizen Science Tools. Der Begriff „Tool“ steht für die verschiedenen Teile, die die Erhebung, Übertragung und Visualisierung der Daten erlauben. Das Tool wird von den teilnehmenden Gruppen mitentwickelt und dient dem gemeinsam definierten Ziel des Projekts.

Die Anfänge des Projekts werden von einem Doktoranden getragen. Dieser steht in fortwährendem Austausch mit dem NEXUS FUTURES Team, sowie einer Forschergruppe des University College London, Namens Extreme Citizen Science (ExCiteS). Sie wird von Prof. Muki Haklay mitgeleitet, der eine Beraterrolle im Projekt innehält. Die Forschergruppe arbeitet nach dem „Bottom-Up“-Ansatz mit einem breiten Netzwerk von Menschen zusammen, das lokale Bedürfnisse, Praktiken und Kultur berücksichtigt, um neue Methoden und Prozesse zur Wissenserzeugung  zu entwickeln, die die Welt verändern können (übersetzt von ucl.ac.uk/excites). Der weitere Projektverlauf wird vom NEXUS FUTURES Team beaufsichtigt.

Das letzte Jahr wurde bestimmt durch mehrere Recherchearbeiten, einer Interviewserie zur Datenlandschaft Luxemburgs im Bereich Wasser und einem Forschungsaufenthalt am University College London bei ExCiteS und Prof. Muki Haklay, in dem der Fokus auf bestehende und veränderbare Citizen Science Tools lag, sowie die damit einhergehenden technischen Aspekte. In naher Zukunft wollen wir Kontakt zu verschiedenen Gemeinschaften aufnehmen, im Sinne des Co-Design-Prozesses und erste Co-Design-Interviews durchführen. Die ersten Co-Design-Workshops sind für Ende 2018 geplant. In der Planung richten wir uns natürlich auch nach den teilnehmenden Gruppen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse fließen dann in die Entwicklung des ersten Prototypen.

Das NEXUS CITIZEN SCIENCE Projekt und eine Doktorandenstelle werden von der Universität Luxemburg unter dem Projektnamen WatGov finanziert.

Falls Sie mitmachen wollen oder Fragen haben, zögern Sie nicht sich bei uns zu melden.

Ihr Ansprechpartner für das Citizen Science Projekt ist Karl Pickar.

(Letztes Update: Oktober 2018)